Das grosse ‘Blabla’ um Dan Brown und sein Buch The Da Vinci Code hat meiner Ansicht nach den Höhepunkt mit der Meldung der Kritiker von Cannes seinen Höhepunkt erreicht. Was soll man noch hinzufügen, wenn von “eisigem Schweigen” und “vereinzelt sogar Gelächter” die Rede ist.
Nichtsdestotrotz habe ich mir den Film gestern zu Gemüte geführt und - ich fand ihn gut! Nicht hervorragend, aber sicher nicht so schlecht, wie es manche Kritik dem Zuschauer glauben machen möchte. Allerdings ist anzufügen, dass es wohl einen grossen Unterschied macht, ob man die Romanvorlage gelesen hat oder nicht.
Wer darauf verzichtet hat, das Buch zuvor zu lesen, wird wohl leicht überfordert sein. Manche Zusammenhänge werden so schnell vermittelt, dass die Bildinformation und die Untertitel eine echte Herausforderung an die Auffassungsgabe der Zuschauer erfordern.
Hier kann auch eine - meiner Meinung nach - berechtigte Kritik angeführt werden. Gewisse Hintergründe erscheinen mir für den Film irrelevant, wurden aber eingeflochten. Andere Informationen, die der Geschichte zuträglich wären, werden einfach weggelassen oder nur kurz angeschnitten.
Da die Informationsflut der Geschichte erheblich ist und eigene Recherchen oder zumindest Zeit zum Verarbeiten braucht, ist es angenehm, wenn man sich bereits mit dem Buch auseinandergesetzt hat. Von diesem Blickwinkel aus ist der Film dann auch wirklich nicht schlecht umgesetzt. Die Schauspieler sind passend gewählt und die wichtigsten Punkte aus dem Buch sind treffend adaptiert worden. Die etwas ausgedehnte Erklärung vom Ursprung des Heiligen Grals ist auch im Buch ermüdend.
Dem Film kann also nicht viel entgegen gesetzt werden. Dann schon eher der Geschichte von Dan Brown. Nichts Neues also, wenn man sich die Mehrzahl der vergangenen filmischen Adaptionen von ‘guten’ Büchern nochmals vor Augen führt.
Der Hype dreht sich also wohl eher um die Story selber, denn um den Film. Die Geschichte ist bloss vom einen Medium in ein anderes gerückt worden.